„Man muss an sich glauben, heißt meine Devise“

„Ich war zehn Jahre alt, da traten die Symptome zum ersten Mal auf: aufgeblähter Bauch und kolikartige Krämpfe, alle 14 Tage. Meine Eltern waren ahnungslos. 'Iss, nicht immer so viel Süßes', haben sie zu mir gesagt. Die immer wiederkehrenden Krämpfe habe ich während meiner gesamten Schulzeit ertragen, auch während der Ausbildung. Und häufig war es so schlimm, dass ich fehlte. Später bei der Bundeswehr wurde ich schon mal als Simulant bezeichnet.

Wenn immer wieder unerklärliche Schwellungen auftreten, hat das etwas Beängstigendes. Selbst die Hoden bleiben nicht davon verschont, und das ist äußerst schmerzhaft. Wegen der anhaltenden Beschwerden gab es immer wieder Probleme mit meinen Arbeitgebern, so dass ich anfangs etwa alle vier Jahre den Job wechselte. Aber dann hatte ich Glück: Ich fand einen Arbeitgeber, der meiner Krankheit mit viel Verständnis begegnete."