Nicht einschränken lassen durch HAE

Der Schüler lässt sich durch HAE nicht in seinem Leben einschränken und möchte auf nichts verzichten: „Ich meide keine Situationen wegen der Krankheit. Trotz HAE treibe ich Sport und habe früher mehrere Jahre Basketball gespielt, was kein großes Problem darstellte. Wenn ich verreise, dann mache ich das Ziel meiner Reise nicht von meiner Erbkrankheit abhängig. Ich nehme das Medikament immer mit und bewahre es kühl auf." Dass er sich jetzt selbst bei einer Attacke behandeln kann, entlastet nicht nur seine Mutter, sondern ist auch insofern eine Erleichterung, weil er im Urlaub nicht in ein Krankenhaus oder zu einem Arzt fahren muss, der das Mittel verabreicht. Auch vor Zukunftsplänen scheut sich Nils nicht: „Nach dem Abitur würde ich gerne etwas im pädagogischen Bereich studieren, da ich gerne mit Menschen generell oder auch speziell mit Kindern arbeiten würde. Und eigene Kinder möchte ich später auf jeden Fall haben, auch wenn natürlich eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, HAE weiterzuvererben. Durch die großen medizinischen Fortschritte und die langjährig bewährten Medikamente kann man mittlerweile doch ganz gut mit HAE leben!"