Vererbung

Die Genveränderung, die für die bei HAE-Patienten auftretenden Schwellungsattacken verantwortlich ist, wird vererbt. Schon die Bezeichnung „Hereditäres Angioödem" weist darauf hin (hereditär = erblich). Ist ein Elternteil von HAE betroffen, besteht für das Kind ein Risiko von 50 Prozent, die Erkrankung zu erben – dabei gibt es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern.

Jedoch haben nicht alle Betroffenen die Erkrankung geerbt: Bei 20-25 Prozent der Patienten handelt es sich um sogenannte Neumutationen. Das bedeutet, dass die Genveränderung ohne familiäre Vorgeschichte auftritt. Die Genveränderung kann dann vererbt werden. Die Grafik zeigt das Vererbungsschema.

Das Vererbungsrisiko von HAE liegt bei 50 Prozent

Wichtig

Wenn die Erkrankung in der Familie bereits bekannt ist, sollten alle Familienmitglieder untersucht werden, um sicherzustellen, wer betroffen ist.