Begleiterscheinungen

Häufig werden die Schwellungen von schmerzhaften Spannungen begleitet. Über 70 Prozent der Ödeme sind Schwellungen der Schleimhäute an inneren Organen. Diese äußern sich zum Beispiel in kolikartigen Krämpfen, Erbrechen und Durchfall und können außerdem zu Kreislaufbeschwerden (Blutdruckabfall, bis hin zur Ohnmacht) führen. Ödeme im Verdauungstrakt werden nicht selten als Erkrankung der Bauchhöhle (z.B. Blindarmentzündung) fehlgedeutet, was zu unnötigen operativen Eingriffen führen kann.

Auch im Gehirn können HAE-Schwellungen auftreten. Anzeichen können starke Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen und andere unangenehme Folgen sein.

Wichtig

Schwellungen im Bereich des Kehlkopfes (auch Larynxödem oder Glottisödem genannt) sind besonders gefährlich. Werden diese nicht sofort behandelt, kann es zu akuten Erstickungsanfällen kommen, die tödlich enden können. Deshalb ist es wichtig, dass die Diagnose HAE möglichst früh gestellt wird, und im Notfall die richtigen Schritte eingeleitet werden können.