Anwendung

Berinert 2000/3000 ist zugelassen zur subkutanen Injektion zur Prävention von rezidivierenden hereditären Angioödemattacken (HAE) bei jugendlichen und erwachsenen Patienten mit C1-Esterase-Inhibitor-Mangel.

Berinert 2000/3000 sorgt für einen langanhaltenden, schützenden C1-INH-Plasmaspiegel und ist hochwirksam bei der Reduktion der HAE-Attacken. Laut WAO-Leitlinien ist ein C1-INH Mittel der ersten Wahl zur Prophylaxe-Therapie bei HAE.

Berinert® 2000/3000

 

Zusammensetzung: 
C1-Esterase-Inhibitor vom Menschen

Darreichungsformen:
2000 IE in 4 ml Wasser
3000 IE in 6 ml Wasser

 

Die Verpackungen enthalten alle für die Injektion notwendigen Zubehörteile wie Spritze, Butterfly, Pflaster und Alkoholtupfer.

Die Dosierung erfolgt körpergewichtsadaptiert und beträgt 60 IE/kg Körpergewicht subkutan zweimal in der Woche (alle 3-4 Tage).

Weitere detaillierte Informationen erhalten Sie in der Fachinformation Berinert 2000/3000.

 

Die Langzeitprophylaxe bei HAE mit C1-INH

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Patienten, die sich – nach erfolgter Schulung durch den Arzt – ihr C1-INH-Konzentrat für eine HAE-Langzeitprophylaxe selbst subkutan injizieren, können anhand dieses Videos die korrekte Anwendung überprüfen und üben.

Schwellungskalender HAE

Einen Schwellungskalender sollte jeder HAE-Patienten sorgfältig führen. In einem solchen HAE-Patiententagebuch lassen sich neben der Krankheitsaktivität (Häufigkeit und Intensität der Schwellungen, betroffene Körperpartien, mögliche Auslöser) auch Zeitpunkt und Dosis des verabreichten Medikamentes notieren. Anhand der Einträge im HAE-Schwellungskalender können Sie, als behandelnder Arzt, den Verlauf der Erkrankung individuell beurteilen und einschätzen, ob zum Beispiel eine Therapieanpassung nötig ist. 

 

Vorteile von Berinert® 2000/3000 bei der Langzeit-Prophylaxe

  • Zuverlässige Wirkung: Durch die Gabe von 2x wöchentlich 60 I.E./kg KG Berinert® 2000/3000 liegt der C1-INH-Plasmaspiegel dauerhaft oberhalb der kritischen Grenze von 40% funktioneller C1-INH-Aktivität (Pawaskar et al. 2018). 
  • Bessere Kontrolle: Die Anzahl der Attacken konnten um 95% (Median) reduziert werden (Longhurst et al. 2017).
  • Höhere Lebensqualität: Mehr Aktivität und weniger Angst (Lumry et al. 2018).
  • Gute Verträglichkeit: Sichere Anwendung (Longhurst et al. 2017).